Jährlich erkranken rund 0,6 % der deutschen Bevölkerung neu an Krebs. Das entspricht etwa 500.000 Menschen im Jahr. Insgesamt lebten 2012 etwa 1,4 Millionen Menschen mit der Diagnose Krebs in Deutschland. Dabei sind die am häufigsten auftretenden Krebsarten bei Frauen Brustkrebs und bei Männern Prostatakrebs (Quelle: Robert-Koch-Institut).

Es ist bestätigt worden, dass fast alle Krebsarten im höheren Alter häufiger auftreten als bei jüngeren Menschen. Aufgrund der verbesserten medizinischen Versorgung und der damit verbundenen erhöhten Lebenserwartung steigt somit auch das Risiko an Krebs zu erkranken. (Quelle: Krebs in Deutschland 2009/2010, Robert-Koch-Institut und Gesellschaft für epidemiologische Krebsregister in Deutschland e. V.)
Infolge dessen und aufgrund des demographischen Wandels, d.h. einem veränderten Altersaufbau der Bevölkerung, steigt die jährliche Anzahl an Krebsneuerkrankungen. Die Zahl der Todesfälle ist hingegen, aufgrund der besseren medizinischen Versorgung, rückläufig. Die Folge daraus ist, dass mehr Patienten über eine längere Zeit adäquat versorgt werden müssen. Dies wiederrum lässt die Kosten die auf das Gesundheitswesen zukommen in die Höhe steigen.

Durch den Fortschritt in der personalisierten Medizin ließen sich die Kosten für die Krebstherapie durch die Auswahl der geeigneten Medikamente senken. Durch die genetische Diagnostik wird die Auswahl der geeigneten Medikamente unterstützt, da die Wirksamkeit besser abgeschätzt werden kann. Die Effektivität der Tumortherapie wird somit verbessert.

Prozentualer Anteil der häufigsten Tumorlokalisationen an allen Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2010 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs)

Quelle: Krebs in Deutschland 2009/2010. | 9. Ausgabe. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg). Berlin, 2013